Professionell No Limit Hold’em
Wer sich als Pokerspieler verbessern will, der kommt auf Dauer um etwas Literatur nicht herum. Ein möglicher Kandidat für Ihre Bibliothek ist Professional No Limit Hold’em von Flynn, Mehta und Miller.
Denken wie ein Profi
Das ist der attraktive Aufhänger des Buchs. Die Lektüre soll einem angeblich beibringen, nicht wie ein Amateur an die Sache heranzugehen, sondern wie einer der echten Profis aus Vegas, die wir sonst nur aus dem Fernsehen kennen. Der Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass dem buch eine Warnung vorangestellt wird, es sein wirklich nicht für Anfänger geeignet, sondern eher für die gedacht, die schon eine Weile spielen und sich verbessern wollen.
Trotzdem gibt’s zunächst mal eine Einführung in grundlegende Strategien, so ähnlich, wie man sie auch von anderen Büchern kennt, aber deutlich kürzer. Deshalb ist dieser Teil auch relativ kurz. Man muss wirklich kein Experte sein, um sie zu verstehen, aber das liegt auch daran, dass die Autoren in der Lage sind, Sachverhalte klar und eindeutig darzustellen. Dann wird’s allerdings komplizierter, denn wir kommen nun zu den „Strategien für Fortgeschrittene“.
Das ist allerdings wirklich nichts mehr für Anfänger. Das REM-Konzept (Range, Equity, Maximize) sollte man sich schon mehrmals zu Gemüte führen, bevor man es wirklich verinnerlichen kann. Dafür bietet es allerdings tatsächlich ein paar interessante Einblicke in das Gehirn zumindest semi-professioneller Kartenakteure. Ich fand das Ganze jedenfalls kompliziert, aber auch ziemlich reizvoll. Wenn man sich die Mühe macht, und ich schätze mal, wenn man ernsthaft Pokern will, muss man so was auch machen, dann ist das ein gutes Buch. Fröhliches Kopfzerbrechen wünsche ich.









